Switchen ist legitim

Erforschung der Hintergründe männlicher Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster

Die aktuelle Vereinbarkeitsdiskussion in der Schweiz legt den Fokus auch auf die Sensibilisierung von Männern für Teilzeit und flexible Arbeitsformen. Dabei tritt die Perspektive, wie einzelne Männer eine mögliche Balance der Lebensbereiche Erwerbsarbeit, Familie und Eigeninteressen herstellen, oftmals in den Hintergrund. Flexible Arbeitsformen führen oft zu Erwerbsarbeit in der Freizeit oder zu unterschiedlichen Freizeiten bzw. Arbeitszeiten bei den Familienmitgliedern. Um diese Anforderungen zu meistern, switchen Männer oftmals zwischen den Kontexten und Anforderungen hin und her.
Zusammenfassend lassen sich die Ergebnisse des Sensibilisierungsprojekts wie folgt umschreiben: Einerseits müssten künftige Vereinbarkeitsmassnahmen auf die zeitliche Übereinstimmung der verschiedenen Lebensbereiche reagieren und die damit verbundene Zeitnot neu bewerten. Anderseits müssten sie die Kategorien "Vater" und "Pflegende" als Stressfaktoren betrachten und Führungskräfte sowie Kolleginnen und Kollegen entsprechend sensibilisieren.




Zielpublikum

Führungs-/Leitungspersonen aus KMU und Verwaltung

Multiplikator/innen

Fachleute der Gleichstellungsarbeit, Männerbüros, HR-Abteilungen in KMU und Verwaltungen, Verbände und Berufsorganisationen

  • Helfen Sie mit, Hindernisse für vermehrte Familienarbeit von Männern abzubauen.
  • Berücksichtigen Sie bei der Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch die männerspezifischen Aspekte.

Dokumentation und Informationsmaterial

Publikationen und Vorträge zum Thema:

  • Julia Barandun (2015): Zwischen Beruf und Familie wechseln. Tagblatt, St. Gallen vom 03. Januar 2015, S.15.
  • Lea Müller (2015): Wenn Männer zu viel switchen. In: Substanz, Nr. 2, S. 26-27.
  • Stefan Paulus (2014): Vortrag "Der Mann* in der Arbeitswelt", öffentliche Ringvorlesung "Männerwelten", Herisau, 13.11.14.
  • Stefan Paulus (2015): Einstiegsreferat "Switchen als Vereinbarkeitstätigkeit bei Vätern" zusammen mit Steve Stiehler, Forum Mann, St. Gallen, 16.09.15.
  • Stefan Paulus (2015): Posterbeitrag "Psychische Arbeitsbelastungen und betriebliche Soziale Arbeit", 3. Internationaler Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (SGSA), Zürich.
  • Stefan Paulus (2015): Symposiumsbeitrag "Übergänge zwischen Erwerbsarbeit und Sorgearbeit", 3. Internationaler Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (SGSA), Zürich, 04.09.15.
  • Stefan Paulus (2016): Psychische Arbeitsbelastungen und betriebliches Gesundheitsmanagement. Handlungsbedarf in der Sozialen Arbeit. In: SGSA, Schweizerische Gesellschaft für Soziale Arbeit, 18/2015, S. 73-92.
  • Stefan Paulus (2016): Vortrag "Arbeit gegen die Zeit – Switchen, Mindwandering, Multitasking und Gehetzt-Sein", 7. schweizerischer Kongress "Gesundheit in der Arbeitswelt", Universität Freiburg, 24.07.2016.
  • Stefan Paulus (2016): Zukunft der Arbeit. Beschleunigte Subsumtion des Lebens unter das Kapital. In: Melanie Groß, Kathrin Schrader, Tanja Carstensen (Hg.); care | sex | net | work – Feministische Kämpfe und Kritiken der Gegenwart, Münster: Unrast, S. 58-67.
  • Stefan Paulus (2017): Vortrag "Einblicke in das Projekt 'Switchen ist legitim'", FHO Gleichstellung, St. Gallen, 27.04.2017
  • Stefan Paulus (2017): Switchen als Vereinbarkeitstätigkeit bei Vätern. Neue Einsichten und widersprüchliche Anforderungen bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit. In: Journal für Psychologie, 2017/2. Link
  • Bruno Knellwolf (2018): Arbeiten bis die Balance kippt. In: Tagblatt 17.02.18, Online verfügbar: Link

Projektstart

Oktober, 2013

Trägerschaft

Fachbereich Soziale Arbeit, FHS St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, St. Gallen
www.fhsg.ch

Kontaktadresse

Prof. Dr. Christian Reutlinger
Tel. 071 226 18 12
christian.reutlinger@fhsg.ch

FHS St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Institut für Soziale Arbeit und Räume (IFSAR)
Rosenbergstrasse 59
9000 St. Gallen

Geändert: 21-07-2020