Migrantinnen in Netzwerken der Arbeitswelt – Berufsmentoring

Besserer Zugang ins Erwerbsleben für qualifizierte Migrantinnen

Gut qualifizierte, Arbeit suchende Migrantinnen beraten sich mit berufstätigen Schweizerinnen, die den gleichen oder einen ähnlichen Beruf bzw. Bildungshintergrund haben. Die Mentees haben dadurch Zugang zu spezifischen fachlichen Informationen über den schweizerischen Arbeitsmarkt und ordnen ihre Kompetenzen im Sinne einer beruflichen Standortbestimmung ein. Ziel ist es, die Integration der Migrantinnen in den schweizerischen Arbeitsmarkt zu vereinfachen. Die Mehrheit hat nämlich entgegen der landläufigen Annahme eine gute, oft universitäre Ausbildung und ausgezeichnete Sprachkenntnisse. Ihr Zugang zu bezahlter, qualifizierter Arbeit ist jedoch durch die Nicht-Anerkennung ausländischer Diplome behindert. Zusätzlich erschwert ihnen der Aufenthaltszweck "Ehe" die Annahme einer qualifizierten Arbeit (Aufenthaltserlaubnis verbunden mit "Verbleib beim Ehemann").
Im Mentoring-Projekt profitieren die Mentees von neun Weiterbildungs-Workshops mit verschiedenen Themen zum Wiedereinstieg in dem Arbeitsmarkt sowie vom individuellen und freundschaftlichen Austausch von Profi zu Profi: einem persönlichen Coaching. Sie können ihre Erfolgsaussichten auf eine adäquate Stelle verbessern und Selbstvertrauen aufbauen. Die Mentorinnen erhöhen mit ihrem Engagement ihre Beratungskompetenz und leisten einen Beitrag zur Chancengleichheit.




Zielpublikum

Gut qualifizierte Migrantinnen, berufstätige Schweizerinnen

Multiplikator/innen

Regionale Arbeitsvermittlungsbüros, Sozialdienste, Gewerkschaften, Integrations- und Migrationsdienste

  • Lancieren Sie ähnliche Mentoring-Programme in Ihrer Region.
  • Ermuntern Sie engagierte Berufsfrauen, sich als Mentorin zu engagieren.

Aus- und Weiterbildungsangebote

  • Erwerbsorientiertes Coaching
    Für 20 Mentees, gut qualifizierte Migrantinnen. Kosten: symbolischer Beitrag von einmalig 300 Franken. Information: Kontaktadresse
  • Praxisfeld für Mentorinnen
    Für 20 gut qualifizierte, berufstätige Frauen. Information: Kontaktadresse

Dokumentation und Informationsmaterial

  • Projektbeschrieb
    Online verfügbar unter: Link
  • Publikation
    Trudie Joras, in: cfd-Zeitung 2/07 "Jetzt beginnt mein richtiges Leben". Gratis. Bezugsadresse: Kontaktadresse.
  • Schlussbericht Zyklus I
    Alicia Gamboa. 2008. cfd. Gratis. Bezugsadresse: Kontaktadresse.
  • Schlussbericht Zyklus II
    Alicia Gamboa und Theodora Leite. 2009. cfd. Gratis. Bezugsadresse: Kontaktadresse.
  • UNESCO-Bericht
    Das Projekt wird im Bericht "Best Practices of the member cities of the International Coalition of Cities against Racism" (2012) als gutes Praxisbeispiel aufgeführt

Projektstart

November, 2006

Trägerschaft

cfd Christlicher Friedensdienst, Bern
www.cfd-ch.org

Kontaktadresse

Theodora Leite Stampfli, Projektleiterin
Tel. 031 300 50 72
theodora.leite@cfd-ch.org

cfd Christlicher Friedensdienst
Falkenhöheweg 8
Postfach 5761
3001 Bern

Geändert: 30-03-2020